Wann muss ein Vermieter den Schlüsseldienst zahlen?

 

Rechtlich gesehen ist ein Mieter, sobald er den Schlüssel von seinem Vermieter erhalten hat, der alleinige Nutzer des Objektes, d.h. in der Regel der alleinige Nutzer der Wohnung oder des Hauses. Da der Vermieter keinen Zugriff mehr auf das Objekt hat, ist in den meisten Fällen der Mieter selbst derjenige, der die Kosten eines Schlüsseldienstes tragen muss, zumindest dann, wenn er den Schaden selbst verursacht hat. Wenn also ein Mieter den Schlüssel verliert oder ihn im Schloß abbricht, muss er auch für die entstehenden Kosten gerade stehen.

Es gibt aber auch Ausnahmen. Ein Vermieter ist grundsätzlich dazu angehalten, dass Mietobjekt in Stand zu halten. Wenn sich nun eine Tür oder ein Schloß nicht öffnen lässt, weil sich die Tür altersbedingt z.B. verzogen hat oder der Schlüssel so verrostet und brüchig war, dass man ihn nicht mehr nutzen konnte, dann kann der Mieter die Rechnung an den Vermieter weitergeben. In solchen Fällen ist es sogar erlaubt, dass der Mieter die Tür öffnen lässt, ohne dass er vorher das Einverständnis des Vermieters einholt.

Man kann es also einfach zusammenfassen: Die Kosten für einen Schlüsseldienst trägt immer der Verursacher des eigentlichen Schadens. Wenn Sie den Schlüssel verlieren oder ihn beschädigen, zahlen Sie selbst, wenn Sie keinen Einfluss darauf hatten, weil die Materialien so marode waren, dass der Schaden dadurch entstanden ist – dann zahlt der Vermieter.

 

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